Die World Series of Poker 2026 steuert auf ihren Höhepunkt zu. Von ursprünglich 9.208 Teilnehmern sind im Main Event nur noch neun Spieler übrig. Sie kehren vom 3. bis 5. August an den Finaltisch im Horseshoe Las Vegas zurück und spielen dort um den Titel des Pokerweltmeisters, das begehrte Gold-Bracelet und zehn Millionen US-Dollar Preisgeld.
Bereits der Einzug an den Finaltisch hat sich für alle verbliebenen Teilnehmer gelohnt. Jeder der neun Finalisten hat mindestens eine Million US-Dollar sicher. Insgesamt wurden im 10.000 US-Dollar teuren Main Event Preisgelder in Höhe von mehr als 85,6 Millionen US-Dollar ausgeschüttet.
Der Weg bis zum Finaltisch verlangte den Teilnehmern über viele Turniertage hinweg höchste Konzentration ab. Gespielt wurde im klassischen Freezeout-Format: Wer alle Chips verlor, war endgültig ausgeschieden und konnte sich nicht erneut einkaufen. Dadurch musste jede Entscheidung sitzen.
Nach mehreren langen Sessions setzte sich schließlich eine international besetzte Finalrunde durch, in der vier US-Amerikaner, zwei Kanadier sowie jeweils ein Spieler aus Frankreich, Finnland und Zypern vertreten sind. Damit spiegelt der Finaltisch erneut die internationale Anziehungskraft des wichtigsten Live-Pokerturniers des Jahres wider.
Lucas Jumalon startet als klarer Chipleader
Die beste Ausgangsposition besitzt der US-Amerikaner Lucas Jumalon weiß www.poker24.net. Mit 194 Millionen Chips führt er das Feld deutlich an und verfügt über mehr als doppelt so viele Chips wie sein erster Verfolger. Der Kanadier Rami Hammoud folgt mit 79 Millionen Chips auf Rang zwei.
Dahinter liegt das Feld wesentlich enger zusammen. Jamie Shaevel startet mit 56 Millionen Chips auf dem dritten Platz. Greg Mueller bringt 48,5 Millionen Chips an den Tisch, Michael Gagliano beginnt mit 46,5 Millionen. Auch Mario Boos befindet sich mit 44 Millionen Chips weiterhin in aussichtsreicher Position.
Komplettiert wird der Finaltisch durch Lauri Saaskilahti aus Finnland mit 37,5 Millionen Chips, Han Feng aus den USA mit 25 Millionen sowie Evagoras Evagorou aus Zypern mit 22,5 Millionen Chips.
Chipstände vor dem WSOP-Finaltisch
| Rang | Spieler | Land | Chips |
|---|---|---|---|
| 1 | Lucas Jumalon | USA | 194.000.000 |
| 2 | Rami Hammoud | Kanada | 79.000.000 |
| 3 | Jamie Shaevel | USA | 56.000.000 |
| 4 | Greg Mueller | Kanada | 48.500.000 |
| 5 | Michael Gagliano | USA | 46.500.000 |
| 6 | Mario Boos | Frankreich | 44.000.000 |
| 7 | Lauri Saaskilahti | Finnland | 37.500.000 |
| 8 | Han Feng | USA | 25.000.000 |
| 9 | Evagoras Evagorou | Zypern | 22.500.000 |
Jumalons Vorsprung macht ihn zum offensichtlichen Favoriten, entschieden ist das Turnier jedoch noch lange nicht. Am Finaltisch können einzelne große Pots die Kräfteverhältnisse schnell verändern. Gerade die Spieler mit kleineren Stacks müssen früh passende Situationen finden, um nicht durch steigende Blinds unter Druck zu geraten.
Drei Tage bis zum neuen Pokerweltmeister
Der Finaltisch wird über drei Tage ausgetragen. Am 3. August nehmen alle neun Spieler erneut Platz, bevor das Teilnehmerfeld schrittweise reduziert wird. Spätestens am 5. August soll feststehen, wer die Nachfolge von Michael Mizrachi antritt und sich in die Siegerliste des traditionsreichsten Pokerturniers der Welt einträgt.
Für zusätzliche Spannung sorgt die Mischung aus erfahrenen Profis und Spielern, die auf der größten Bühne ihrer bisherigen Karriere stehen. Während der Chipleader versuchen kann, mit seinem Vorsprung Druck aufzubauen, müssen seine Verfolger ihre Chancen gezielt nutzen und unnötige Risiken vermeiden.
Das Main Event bleibt damit auch 2026 seinem besonderen Reiz treu: Profis und ambitionierte Amateure beginnen mit denselben Voraussetzungen, doch nur einer verlässt Las Vegas als Weltmeister. Für die neun Finalisten ist der Millionengewinn bereits sicher. Jetzt geht es um das Bracelet, den prestigeträchtigsten Titel im Poker und den größten Anteil am Preisgeld.